Ein Star ganz ohne Allüren

 Sympathisch, interessiert, offen und zugewandt – so erlebten die Rehabilitanden, deren Angehörige und Mitarbeitende des Hegau-Jugendwerks (HJW) Oliver Wnuck bei seinem Auftritt in der Reihe „Kulturkleckse“. Sie wird seit Jahren von Lehrer Tom Welte von der Wilhelm-Bläsig-Krankenhausschule organisiert. Mit dem bekannten Schauspieler und Kinderbuch- und Drehbuchautor Oliver Wnuck hatte er einen Glücksgriff getan. Für alle Beteiligten war diese Mittagspause ein ganz besonderes Erlebnis! 

Oliver Wnuk (46), in Konstanz geboren und aufgewachsen, hatte sich am 6. April im Audimax geduldig den neugierigen Fragen der Rehabilitanden gestellt. Und die wollten viel von ihm wissen – angefangen von seinen Lieblingsfächern in der Schule über seinen beruflichen Werdegang bis zu der Frage wie es sich als bekannter Filmschauspieler denn lebt. Nervt das, immer erkannt zu werden? Nein, meint Wnuck, aber an seinem Wohnort Berlin lebt es sich eben auch anonymer wie in einer kleineren Stadt wie Konstanz. Er verriet auch, dass lustige Rollen schwerer zu spielen sind als ernste und dass das Schreiben von Kinderbüchern gar nicht so leicht sei. Seine „Kasi Kauz“ Bücher hat er geschrieben, um seinem Sohn Bücher vorlesen zu können, die die Werte wiederspiegeln, die ihm wichtig sind: an sich selber und die eigenen Talente zu glauben, anderen zuzuhören und zu helfen sowie respektvoll und freundlich miteinander umzugehen. 

Von der Möglichkeit, nach der Fragerunde Selfies mit dem beliebten Fernsehstar zu machen und von ihm ein persönliches Autogramm zu bekommen oder auch Autogramme vom Kommissaren-Team der erfolgreichen ZDF-Krimi-Serie „Nord Nord Mord“, in der Wnuck seit 13 Jahren Kriminaloberkommissar Feldmann spielt, machten alle reichlich Gebrauch. 

Oliver Wnuk zeigte sich im Vorfeld bei einem Rundgang über das Gelände mit Barbara Martetschläger, Kfm. Direktorin des HJW, Tanja Kranz vom Marketing und Tom Welte und Antje Tresp-Welte, beide Lehrer an der Wilhelm-Bläsig-Schule, sichtlich beeindruckt von der Arbeit des Hegau-Jugendwerks und stellte viele Fragen. Er freute sich über den warmherzigen Empfang, der ihm im HJW bereitet wurde … und wer weiß: vielleicht kommt er ja wieder? 

Tom Welte, Lehrer an der Wilhelm-Bläsig-Schule, gelingt es immer wieder Prominente nach Gailingen ins Hegau-Jugenwerk einzuladen. Nicht jeder reagiert so prompt wie Oliver Wnuck. 

Weitere Artikel

Zum Wohle von Wachkomapatienten und deren Angehörigen

Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung und die Helma und Gerhard A. Hellmonds-Stiftung nahmen das 25-jährige Jubiläum der BDH-Klinik Greifswald zum willkommenen Anlass, am...

Coping – wie gehe ich mit meiner Erkrankung um?

Neurologische Krankheiten bedeuten oft einen Einschnitt im Leben der Betroffenen. Doch es gibt Wege, um damit möglichst gut zurechtzukommen (auf Englisch „coping“ genannt). Wie...

„Phantasie ist sehr lebhaft“

Das sagt Martina D’Alleva über ihr Süßkartoffelbild. Die Künstlerin von der Lebenshilfe Pforzheim Enzkreis hat das Septemberblatt zum neuen Seh-Weisen-Kalender 2024 der Bundesvereinigung Lebenshilfe...

Soziale Medien

Letzte Beiträge